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Wann ist Mann fruchtbar?

Die Fruchtbarkeit eines Mannes hängt von seiner Spermienqualität ab. Diese hat bei Männern mit zunehmendem Alter in den letzten Jahrzehnten, vor allem in den Industrieländern, deutlich abgenommen.  

1.      Ursachen für schlechte Spermienqualität

 

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die einen negativen Einfluss auf die Spermienqualität und damit auf die Zeugungsfähigkeit nehmen können. Zurückgeführt werden können diese Faktoren auf:       

 

Medizinische Ursachen: angeborene Erkrankungen, Operationen im Beckenbereich, Hormonstörungen, Mumps, Entzündungen am äußeren Penis und Hoden     

Lifestyle Ursachen: Stress, Essgewohnheiten, Rauchen, Alkohol, Drogen     

Andere Ursachen: umweltbedingte Hormonbelastung, Umweltverschmutzung, Veränderung der Nahrungsqualität und deren Inhaltsstoffe

 

2.      Feststellung der Spermienqualität

 

Um eine genaue Analyse der Spermienqualität zu erhalten, sollte Mann ein Spermiogramm durchführen. Diese Untersuchung ist, im Vergleich zu den vielen Untersuchen bei der Frau, schnell, einfach und schmerzlos. Er kann das Spermiogramm bei einem Urologen oder selbst bei einem Labor durchführen. Von einem normalen Spermiogramm-Ergebnis kann davon ausgegangen werden, dass der Mann fruchtbar ist.  

 

 

Wie die folgende Tabelle zeigt, definiert die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein normales Spermiogramm folgendermaßen: Bei einer Ejakulatmenge von mindestens 1,5 ml sollen pro Milliliter Samenflüssigkeit über 15 Millionen Spermien vorhanden sein. Des Weiteren sollen mehr als 32 % der Samenzellen rasch vorwärts beweglich, sowie mindestens 4 % normal geformte Samenzellen vorhanden sein. Neben dem Samenzellbefund dürfen im Ejakulat nicht mehr als eine Million pro Milliliter Entzündungszellen (Leukozyten) sowie keine Bakterien vorhanden sein. Um sicher zu gehen, sollte das Ejakulat immer zweimal analysiert werden.

Ejakulatvolumen

≥ 1,5 ml

pH-Wert

≥ 7.2

Spermienzahl

≥ 15 Mio/ml

Spermienzahl im Ejakulat

≥ 39 Mio/ml

Motilität (Beweglichkeit)

Total 40% (progressiv + nicht progressiv

Progressiv 32 %

Morphologie

4% normal geformt

Leukozyten

≤ 1 Mio/ml

 

Um das Spermiogramm bildlich verständlicher zu machen, zeigen die unten angeführten Abbildungen den Vergleich zwischen den Ergebnissen eines normalen Spermiogramms in Bezug auf die Spermienzahl (Abb. 1) und eines anormalen Spermiogramms mit einer zu geringen Spermienzahl (Abb. 2).

 

Normale Spermienanzahl
Abb.1: Normale Spermienanzahl

Geringe Spermienanzahl
Abb.2: Geringe Spermienanzahl